Krefelder Pirsch 2016

Die Pirsch 2014 war mein allererstes Turnier überhaupt. Damals war ich mit dem Langbogen unterwegs. Letztes Jahr konnte ich leider nicht zu diesem Turnier fahren.
Dieses Jahr hat es wieder geklappt, und diesmal mit dem Compound.

Die Krefelder Pirsch ist immer eine Herausforderung, egal in welcher Bogenklasse! Unsere Gruppe 10 bestand aus drei Visierschützen (Compound, davon zwei Frauen), einem Compound-Blank-Schützen, einer BHR-Schützin und einem Langbogner. Vor allem Jan, der junge Langbogner, hat mich immer wieder zum Staunen gebracht: „pock“ ins Ziel, konstant gut geschossen und kein einziges „M“!

Wie immer bei der Pirsch waren viele Steilschüsse bergab und bergauf gestellt. Die Bergabschüsse fielen mir dabei leichter als die Bergaufschüsse, denn erstere kann ich in Wuppertal besser üben. Trotzdem habe ich bei solchen Zielen generell noch ziemliche Defizite, was man auch auf dem Schießzettel sah. Aber die Ziele waren sehr schön gestellt. Im Sonnenschein von Ziel zu Ziel zu wandern machte einfach Spaß.

Besonders „tricky“ war ein Wiesel. Visierschützen mussten auf etwa 3 m heran (ohne Visier waren es angenehme 5 m)! Solche kurzen Distanzen habe ich mit dem Compound noch nie geübt. Ich habe keine Ahnung, wie ich einen solchen Schuss angehen muss. Angeblich muss man das Visier dann auf große Entfernung einstellen … Jedenfalls habe ich mich das nicht getraut, habe statt mit Visier über die Pfeilspitze gezielt, und der Pfeil stak 30 cm über dem Ziel im Baum. 😉

Dafür konnte ich mich freuen, dass ich das bewegliche Ziel „erwischt“ habe. Vier Schnecken drehten sich mit einem Zufallsmodul vor- oder rückwärts und blieben auch mal stehen. Ein spannender Hunterschuss, bei dem ich mir ein Kill aufschreiben durfte.

Was hatten wir für ein Glück mit dem Wetter! Die Parcoursbauer waren nicht zu beneiden, regnete es doch am Samstag immer wieder und die Wege waren dadurch rutschig und schwierig zu gehen. Sonntag früh hat es noch geregnet, aber bereits bei meinem Eintreffen um 08:30 Uhr war es trocken und das Wetter wurde im Laufe des Tages immer besser. Wie schön, nach so vielen Regentagen wieder die Sonne zu sehen!

Die Labestation auf dem Berg ist eine Institution! Man kommt zweimal daran vorbei, und kann seine Reserven auffüllen. Wir haben aber nur kurz Pause gemacht, denn wir wurden zur Eile angehalten. Angeblich war unsere Gruppe zu langsam, was wir aber nicht so empfunden haben.

Mit 71% oder 453 Ringen geht es mit meinen Ergebnissen immerhin wieder aufwärts. Natürlich noch weit davon entfernt, was man als Compounder leisten „sollte“. Zum Glück wurden wir zwei Compound-FU-Mädels mit den Männern gewertet, sonst hätte ich mit meiner bescheidenen Punktzahl den 1. Platz abholen müssen … wie peinlich!
Aber ich komme immer besser in meinen Schussablauf und kann auch die gelernte Technik immer öfter umsetzen. Diesmal sind nur zwei Pfeile kaputt (wir haben sie nicht aus den Wurzeln herausbekommen) und zwei Pfeilspitzen sind in Bäumen geblieben. Es mag sich merkwürdig lesen, aber ich bin glücklich darüber, dass ich diesmal keinen einzigen Pfeil verloren habe, denn sie lagen immer in der Nähe des Tieres und „auf Linie“! Meine Intuition entwickelt sich also mit jedem Pfeil in meiner „Schussbiografie“ (siehe Kommentar zum Entfernungschätzen).
Und diesmal habe ich nur einen Schuss „verzogen“. Dies passiert mir, wenn ich aus Anspannung oder Unsicherheit versuche „zu zielen“ statt meinen Schussablauf „bei mir“ zu entwickeln. Konzentration und Fokus auf meiner Handlung und Entwicklung des Körpergefühls … weiter üben!
Körperlich ging es auch wieder deutlich besser als noch drei Wochen zuvor in Niedersachsen, aber zum Bergwandern reicht die Kondition sicher noch nicht.
5 x „M“ sind immer noch zuviel … da heißt es einfach weiter üben. Das Entfernungschätzen bleibt ein Thema … 😉

Die Krefelder Pirsch ist immer ein Erlebnis! Kein Wunder sind die Startplätze immer so schnell weg. Das Turnier hat viel Spaß gemacht, da kommt man gerne wieder! Vielen Dank an den Krefelder SSK, der dieses Turnier immer mit so viel Herzblut gestaltet. Da es im „öffentlichen Raum“ stattfindet, sind die Herausforderungen der Logistik groß – und trotzdem ist alles immer toll organisiert!

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