Balotelli …

Fußballfans werden sich vielleicht noch an den italienischen Stürmer und seine Geste nach dem EM-Spiel 2012 gegen Deutschland erinnern: „King Kong“ wurde er damals genannt.

So fühlt sich mein Stand gerade an … 😀

Nach meinem sehr kurzfristigen Urlaub am/auf dem Mittelmeer (siehe meinen Beitrag zur EBHC-Absage) fühle ich mich das erste Mal seit sechs Monaten (!) wieder fit und leistungsfähig! Die Tennisarmbeschwerden sind bis auf einen verschwindend geringen Rest im Bizepssehnenansatz zurück gegangen, auch die Muskelverhärtung des Zugarm-Rhomboid ist durch Massagen, Wärmepackungen, die „anderen“ Bewegungen beim Segeln und Erholung wieder weg.

Als ich am Mittwoch das erste Mal wieder den Bogen in der Hand hatte, war alles durcheinander. „Grottig“ geschossen, sowohl vom Gefühl als auch vom Trefferbild. Vermutlich hatte ich mir durch die Schmerzen Schonhaltungen angewöhnt, die nun natürlich nicht mehr „passten“.

Am Freitag hatte ich wieder Training bei CC. Der schaute sich mein Hohlkreuz nicht lange an, sondern forderte mich auf, mit Bauchspannung zu arbeiten. Und ich dachte, das mit dem Hohlkreuz hätte ich „erledigt“ (allerdings kenne ich recht aktuelle Fotos von mir, auf denen ich definitiv nicht gut stehe, z.B. von der Krefelder Pirsch). 😦
Also gegenarbeiten und die Bauchmuskulatur richtig einsetzen …

Natürlich muss ich das auch erst wieder fühlen lernen. Und da hatte ich das „Bild“ eines Gorillas vor Augen und das brachte mich auf den Vergleich mit dem oben genannten Fußballspieler. 😀

Gestern konnte ich das schon recht gut umsetzen, auf 15 m endlich wieder gruppieren und habe mir eine Nocke (samt Pin) zerschossen. Heute war ich in Schiefbahn. Auf der blank bale auf 20 m habe ich mir zwei Nocks zerschossen, daraufhin habe ich nur noch Einzelpfeile in die gemusterten „Rechtecke“ der Ethafoam-Scheibe gesetzt.

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blank baile-Training

Später habe ich zusammen mit einem Compound-Kollegen die 50 m in Angriff genommen, weil eben nichts anderes frei war. Immer an der Bauchspannung und der daraus ergebenden Stabilität gearbeitet. Bis auf zweimal, als ich mich wieder mal mehr aufs Zielen statt auf die Handlung fokussiert habe (da kommt dann wieder die Target Panic durch und ich „verreiße“ den Bogen … *seufz* ), hat das ganz gut geklappt und ich bin mit den Passen zufrieden.

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50 m mit immerhin zwei Neunern, die rot-schwarzen Vanes sind meine

Als ich gemerkt habe, dass meine Bauchmuskulatur schlapper wird und ich viel korrigieren muss, habe ich nach dieser Passe aufgehört.
Der Kollege meinte, als ich meine Technik-Übung erläuterte, dass ich aufpassen müsse, das mit der Bauchspannung könne sich auch „umkehren“, wenn man zuviel macht. Klar, aber das wird mir der Reisende dann hoffentlich rechtzeitig sagen! 😉

„Drei Schritte zurück“ heißt es also nicht nur wegen der Turnierabsage, sondern auch, in dem ich meinen Stand vom Grunde her besser und stabiler aufbauen muss …

Sehr froh bin ich jedoch, dass ich nun endlich wieder Trainingsfrequenz und -intensität steigern kann! Ich muss mich aber weiter gut beobachten, damit ich mich nicht wieder überlaste. Und sehr wichtig ist für mich weiterhin das gründliche Aufwärmen mit Theraband/-tube. Ich mache da deutlich mehr als die meisten meiner KollegInnen. Aber ich merke, dass ich nur dann von Schießbeginn an flüssig und nicht „krampfig“ in den Auszug komme.