„Notbehelf“?

Bereits die erste Änderung am Blankbogen-Setup …
Leider musste ich die KAP-Wurfarme zurück geben. Die passten einfach nicht richtig in die Wurfarmtaschen und die Nut des oberen Wurfarms war zu weit. Dadurch „knallte“ es bei jedem Schuss, und es hörte sich an, als ob mir der Bogen um die Ohren fliegt … 😦 Vergleichen konnte ich das erst, als mir Vereinskamerad Peter SF-Wurfarme geliehen hat. Die klickten sauber in die Wurfarmtaschen und da schepperte nichts …
Nun habe ich SF-Axiom Wurfarme (gleiche Länge und Zuggewicht) und die passen perfekt zum Axiom-Mittelteil!

Am Wochenende konnte ich zwei Trainingseinheiten absolvieren. Das war mir wichtig, weil ich mir erst gar keinen Mist angewöhnen möchte, den ich dann mühsam wieder abstellen muss …
Am Freitag also schön Technikarbeit. Denn natürlich gibt es viel zu tun! Bogenhand, -arm und -schulter ausrichten, Bauchspannung/Zug-Druck-Verhältnis, und auf der Zugseite das Etablieren eines sicheren reproduzierbaren Ankers … Es ist nicht weniger Arbeit als beim Compound! Zumal ich mir wirklich die Zeit zum Ankern nehmen, sauber die Pfeilspitze zum Ziel ausrichten und mich auf den sauberen Schuss konzentrieren möchte. „TP-Prophylaxe“ … 😉

Aber ich komme mit dem Abgreifen sehr gut zurecht und fühle mich mit dem Bogen richtig wohl! CC meinte gar, das sieht bei mir so aus, als ob ich schon deutlich länger Blankbogen schieße!
Für mich ist es „Visierschießen“, wie beim Compound. Und ich merke, dass ich tatsächlich mehr Körpergefühl habe und damit arbeiten kann. Den schönen Schuss fühlen! Das habe ich mit dem Compound sehr intensiv geübt, und das kommt mir jetzt zugute.
Wobei die Arbeit daran nicht aufhört! 😉

Am Samstag sind wir in den Parcours gegangen!
Alleine hätte ich mich das sicher nicht getraut: neue Bogenklasse, neuer Bogen, das Wissen dass ich mit den 25 # nur bis 35 m abgreifen kann – und das Abgreifen bislang nur auf 10, 20 und 30 m ermittelt hatte …

Aber es war so toll! Natürlich habe ich mich (gerade bei kürzeren Entfernungen) verschätzt, und dann flogen die Pfeile eben „drüber“. Aber ich kam oft gut in die Linie und konnte saubere Schüsse abgeben – die sich toll angefühlt haben!
Und dabei noch erstaunlich gut getroffen, selbst bei größeren Entfernungen. Wobei bei dieser Runde nur ein Schuss dabei war, den ich nicht durch Abgreifen ermitteln konnte (Bär auf ca. 50 m + bergab). Aber selbst den konnte ich meistern, in dem ich die Pfeilspitze auf die Oberkante des Backstops gerichtet habe – es passte!


Jedenfalls war ich verblüfft, wie gut ich zurecht kam. Natürlich haben mir die Tipps des Reisenden sehr viel geholfen!
Bei einem Ziel habe ich drei Pfeile links in den Backstop neben dem Tier gesemmelt. Die Höhe sehr gut, aber warum gingen die nicht „geradeaus“? Ja, da hatte ich dreimal den Druckpunkt am Bogen nicht richtig gesetzt … In einer anderen Situation kam der Linksdrall, weil ich die Linie nicht sauber aufgebaut hatte. Also korrigiert, und dann passte es wieder. Direkte Rückmeldung! Wie auch beim Compound.

Blankbogen rockt! Auch!
Eigentlich war es ja nur ein Notbehelf, damit ich mit meiner angeschlagenen Gesundheit überhaupt schießen kann. Es stellt sich aber für mich nun als eine prima Alternative dar, beispielsweise in Parcours in denen Compound nicht erlaubt ist. Und ich bin mal gespannt, wo das noch hinführt … 😉

Denn Blankbogenschießen macht Spaß!

2 Kommentare

  1. gabi1981 · September 18, 2016

    Jaaaa, komm wieder auf die Seite der Instinkschützen. Hier gibt’s Kekse 😀

    Spaß beiseite. Schön dass du so gut mit deinem Blankbogen zurecht kommst. Lass dir nur nicht erzählen, dass die weniger lbs weite Strecke nicht überwinden könnten. Ich schieße auf unserem Parcours bis 55m und auf dem Platz auch mal 70m. Und das mit 30lbs! Weiterhin viel Spaß!!!

    Liken

    • 3D-Bogenblog, Andrea C Schäfer · September 18, 2016

      Die Kekse gibt’s auf der dunklen Seite … 😀

      Ich bin seeeehr vorsichtig mit dem Blankbogen, denn ich möchte nicht wieder in die Target Panic reinlaufen! Daher soviel System wie möglich, damit ich meinem Gehirn etwas zu tun geben kann.
      Aber es macht wirklich Freude!

      Gefällt 1 Person

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