Für zwischendurch …

Andrea zieht jetzt blank! 😉

Solange ich den neuen Compound nicht habe, benötige ich einen Bogen, mit dem ich (neben Theraband-Übungen natürlich!) meine Zugmuskulatur wieder aufbauen kann, daher Rechtshand (!), der eine gewisse „Schwere“ aufweist (Bogenarm) und den ich mit System schießen kann. Also mit Entfernungen schätzen und „Visier“ = Abgreifen einschießen. Für eine Interimslösung war mir der Olympische Recurve zu aufwändig, zumal mir gerade niemand mir etwas Passendes leihen konnte.

Nein, weitere 6-8 Wochen auf das Bogenschießen verzichten zu müssen, war wirklich keine Option! O.k., dann schieße ich vorläufig eben Blankbogen! 🙂

Mittelteil: SF Axiom+L 21″
Wurfarme: KAP Winstorm Carbon/Foam
Gesamtlänge 64″, 26 # bei 28″ Auszug
Natürlich ist das kein „Top-Set“, aber für meine Zwecke reicht es allemal.
Dazu eine Fast Flight-Sehne
und ein Gewicht 5.780 grain (ich wollte ein hohes Gewicht, damit mein Bogenarm etwas zu tun hat, der Compound wiegt schließlich 3 kg! Wobei ich Hebe- und Halteübungen auch mit der Kettlebell oder dem Theraband machen kann)
Beim Pfeileausschießen hatte ich 25 # auf den Fingern, mit sauberer Haltung und Tillereinstellungen sind vermutlich bis 28 # drin. Ausreichend für meine Zugübungen!

Leider mussten auch ein paar neue Pfeile dazu, denn meine Easton Carbon One 810 aus Langbogenzeiten waren etwas zu steif. Jetzt habe ich eben ein paar 900er.

Beim Training in Schiefbahn hatte ich leider aufgrund des hohen Schützen-Aufkommens nur die Möglichkeit, mich auf 10 und 30 m mit dem Blankbogenschießen vertraut zu machen. Natürlich habe ich direkt auf Stringwalking umgestellt, um einen sauberen Anker zu etablieren. Leider war Vereinstrainer Michael nicht da, der hätte mir bestimmt ein wenig Hilfestellung leisten können. Aber „Versuch mach kluch“!
Immerhin habe ich keinen einzigen Pfeil verloren, sondern ich konnte alle Pfeile auf 10 m in die Auflage, und auf 30 m zunächst auf den Dämpfer setzen.
Auf 30 m hatten die Pfeile einen ordentlichen Linksdrall, den ich dann eben seitlich ausgleichen musste. Evt. muss ich doch einen Button installieren, aber vermutlich muss ich „einfach“ besser in die Linie kommen und natürlich am Release arbeiten. Das muss aber mein Trainer beurteilen! Außerdem hat es eine Weile gedauert, bis ich beim Abgreifen einigermaßen die richtige Höhe herausgefunden habe. Dann sind die Pfeile immerhin auf der Auflage gelandet! 🙂
Da ich mit „Drei Unter“ allerdings nicht mehr viel Spielraum habe, werde ich mit den 25# vermutlich maximal 35 m schießen können. Ob ich eine größere Reichweite durch mediterranen Griff (dann natürlich mit dem anderen Tab) herausholen könnte, muss ich eben irgendwann mal ausprobieren – oder müsste ich für größere Entfernung auf Facewalking umsteigen? Das wird mir mein Trainer beantworten, wenn ich nicht vorher einen erfahrenen Blankbogner fragen kann.
Aber ich finde 35 m sowieso schon „ordentlich“ weit für dieses Zuggewicht!

Mit dem Trefferbild bin ich für mein „erstes Mal“ super zufrieden!
Hauptsache wieder schießen und Spaß haben!
Endlich wieder in „Therapie“! 🙂