Ausflug in die Eifel

Es muss Jahre her sein, dass ich zum Bogenschießen in der Eifel war. Der 3D-Parcours Hellenthal ist längst nach Schleiden umgezogen. Devid Hörnchen hat das neue Gelände wieder gut genutzt und 28 Ziele gestellt.

Der „Bogenbaum“ bildet ein schönes Schussfenster!

Mein Nachbar und ich haben das schöne Wetter genutzt und den ersten längeren Ausflug mit dem E-Auto unternommen. Gegen Mittag waren wir im Wanderparkplatz, schnappten die Linkshand-Recurve-Bögen, und los ging es in den Wald. Nach dem Lesen und Abzeichnen der Parcoursregeln ging es direkt zum ersten Ziel: ein Dachs auf einem umgefallenen Baum, der quer über einem „Bombenkrater“ lag. Weiter ging es auf gut markierten Wegen durchs Gehölz. Die meisten Ziele sind mit drei verschiedenenfarbigen Pflöcken versehen, so dass jede Alters- oder Erfahrungsstufe die passende Schussgelegenheit findet.

Fotoalbum

Kleine Ziele waren meist zu zweit oder dritt gestellt. Eins der Tiere sichtlich benutzt, das oder die weitere(n) neu. Offensichtlich tauscht Devid die am meisten benutzten Ziele regelmäßig aus. Auch andere Tiere waren oft in Gruppen gestellt, so dass man sich an verschiedene Herausforderungen wagen konnte. Mein Nachbar meinte irgendwann schmunzelnd, ob es Wölfe „im Sonderangebot“ gab … denn diese waren überdurchschnittlich häufig zu sehen. Vermutlich möchte Devid darauf hinweisen, dass Wölfe inzwischen auch in der Eifel heimisch werden, was ich persönlich begrüße. 😉

Nach dem neunten Ziel kommt eine „Raststätte“ mit Schießplatz und Toilette (sehr gepflegtes Kompost-Klo). Dort befindet sich auch die Kasse, denn der Betreiber kann hier jederzeit gut anfahren, um anfallende Arbeiten zu erledigen. Außerdem ist hier der Treffpunkt für Kurse und Training, sofern man dies unter Corona-Bedingungen durchführen kann.
Die Freuden des Herbstes: es gab reichlich Äpfel zum Picknick!

Weiter geht’s! Bergauf und bergab ging es durchs Gelände, wobei die Bergaufschüsse moderat und die Bergabschüsse ebenfalls machbar waren. Als Pfeilfang dienen natürliche Materialien wie Wurzeln, Bodenwellen oder Baumstämme. Ab und zu sind Filzmatten hinter den Zielen befestigt. So befindet sich außer den Zielen und den Kabelbindern für die Richtungspfeile kein „Plastik“ im Wald! Generell funktioniert die Wegmarkierung gut. Manchmal muss man nach den Pflöcken Ausschau halten, aber verlaufen kann man sich nicht.

Nach gemütlichen dreieinhalb Stunden hatten wir auch das letzte Ziel, einen lebensgroßen Bison, „erlegt“. Langsam merkte man die Kälte, die durch die Kleidung kroch. Selbst an einem sonnigen Tag Ende November sinkt die Sonne schnell hinter den Horizont. Also zurück zum Auto.

Eigentlich hätte die Ladekapazität trotz „Nebenverbrauchern“ nach Hause gereicht, aber wir wollten lieber nicht riskieren, irgendwo teuer Strom „tanken“ zu müssen. Eine Ladesäule war in Kommern schnell gefunden, und man konnte das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, brauchten wir doch noch etwas aus dem Baumarkt. 😀

Ein schöner Tag in der Eifel, wir kommen bestimmt im Sommer wieder!