DFBV DM Halle 2017

Nachdem ich 2016 mit dem Compound angetreten war, habe ich diesmal mit dem Blankbogen gemeldet.

Freitag Mittag bewegte sich die „Caravane“ aus Stefan, seiner Hündin Indiana, dem Wohnwagen samt „Zugpferd“ und mir gen Aschaffenburg. Mit dem Caravan ging es natürlich gemächlicher als sonst, aber wir kamen gut durch. Am Campingplatz stellten wir den Wohnwagen ab und dann fuhren wir weiter zur Erbighalle, um Registrierung und Bogenkontrolle zu erledigen. Das ging auch flott, so dass wir uns mit meinen Bekannten treffen konnten um mein Gepäck abzustellen. Um das Hungergefühl kümmerten wir uns danach: in der Nähe der Erbighalle gab es einen Italiener, der gewissermaßen komplett von Bogenschützen okkupiert war. Wir teilten uns den Tisch mit vier weiteren Turnierteilnehmern, und natürlich kam man ins Erzählen. Das Essen „bei Nino“ war lecker, aber für einen Vorort von Aschaffenburg erschien es uns doch ein wenig überteuert. Egal, es ging ja sowieso weiter im Programm. Während Stefan sich zum Campingplatz aufmachte, um mit Indie noch eine große Runde zu laufen, nahm ich an der Mitgliederversammlung des DFBV teil. Die Berichte und Wahlen waren flott vollzogen, zumal es wenig Erläuterungsbedarf gab. Die Diskussion um die Einführung weiterer Altersklassen fand ich obsolet, meines Erachtens gibt es bereits genug Differenzierung. Sonst könnte ich ja mit Fug und Recht darauf bestehen, dass es Ü50 nicht nur „altgediente“, sondern auch „junge“ Bogenschützen gibt, die dann eine Sonderklasse benötigten? Braucht niemand … 🙂
Leider wurde aber das Reglement der neuen Pro-Tour nicht erläutert. In Facebook war es darüber hoch her gegangen – vor Ort herrschte Schweigen im Walde. Nun bin ich ja weit davon entfernt, auch nur daran zu denken, aber eine klare Regelung „Wer ist als Pro anzusehen“ wäre sicher sinnvoll. Was mir gut gefällt: Pros sollen sich in allen Disziplinen „beweisen“, was die Vielseitigkeit des Bogensports zeigt. Also schauen wir mal, wie sich dies entwickelt.

Nach der Versammlung ging ich die 3,4 km „Berg und Tal“ zu meiner Unterkunft zurück. Ein schöner „Marsch“ nach der ganzen Sitzerei des Tages. Mit meinen Gastgebern unterhielt ich mich dann noch lange, denn ich konnte ausschlafen.
Am nächsten Morgen konnte ich mit meinen Bekannten gemütlich frühstücken, da ich erst mittags startete. Mit Bogengepäck war der Weg zur Halle dann deutlich anstrengender, immerhin war ich gut aufgewärmt. 😉

Wir beschossen die Scheiben heuer nach der just geänderten Sportordnung, so dass ich als Schütze C links oben begann und im zweiten Durchgang rechts unten weitermachte. Danach unterhielt ich mich mit vielen Kollegen, lies mir die angebotene Verpflegung schmecken und sah mir Gruppe 3 in ihren Durchgängen an.

Abends fand das erste Pro-Shoot Off statt. Die acht besten Pros (alle Compound) traten gegeneinander an und bearbeiteten im Satz-System die „Vegas“-Auflagen. Leider waren nur etwa 12 Zuschauer dabei – solch ein Wettbewerb verdient wirklich mehr Resonanz! Sicher: viele Schützen möchten nach einem langen Tag etwas essen und sich erholen. Und ein Compound-Bewerb ist für einige wohl auch nicht interessant. Trotzdem wäre es schön, wenn sich mehr dafür begeistern könnten. Das Shoot Off wurde mit Musik begleitet, also kann dabei durchaus Stimmung aufkommen und dann macht es auch als Zuschauer Spaß!

Auch Stefan und ich blieben nicht bis zum Schluss. Meine Gastgeber hatten zum Abendessen geladen und mit Pizza und guten Gesprächen endete der Tag relativ früh.

Die Zeitumstellung! Jedes Jahr ein Ärgernis, aber dieses Jahr für die Hallenturnierschützen eine zusätzliche Herausforderung. Zumindest für Gruppe 3, die direkt in der Frühe weitermachte. Zum Glück war ich erst um 11 Uhr, und Stefan um 14 Uhr dran.

Von Scheibe 11 auf Scheibe 12 „vorgerückt“ und wieder als Schütze C habe ich die 60 Pfeile fliegen lassen. Da ich ja noch auf Stefan warten musste, vertrieb ich mir die Zeit mit Zuschauen, Unterhalten und Essen.

Die Siegerehrung haben wir uns nur zum Teil angesehen, denn die Autobahn rief. Mit dem Wohnwagen im Schlepptau tuckerten wir also wieder ins Bergische Land, wo ich dann die restlichen Kilometer in Angriff nahm. Es war ein schönes, aber auch anstrengendes Wochenende!

Ergebnismäßig lief es bei mir insgesamt gesehen nicht gut (ich hatte mit meiner alten „Ankerphobie“ zu kämpfen), aber es war lehrreich! 😉

Vielen Dank den Ausrichtern und Verantwortlichen! Die Erbighalle ist hell und luftig, da schießt man gern. Die Verpflegung und die Stimmung waren gut und die Organisation hat wieder super geklappt. Da kommt man gern wieder!

Ein Kommentar

  1. Pingback: Österliche Gedanken  | 3D-Bogensport

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