Lernen

Diese Woche war sehr lehrreich für mich!

Am Montag habe ich mich nach ein paar Passen an der Scheibe erstmals alleine mit dem Blankbogen in den Parcours getraut. Obwohl ich derzeit nur 5 Pfeile habe … 😉 Außer den zwei Zielen im „Graben“ habe ich alle Herausforderungen angenommen, inklusive Hochstand. Und war erstaunt, wie gut es geklappt hat. Wir wachsen wirklich gut zusammen, der Bogen und ich!

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Am Mittwoch war wieder Hallentraining. Mir war wichtig, das gute Gefühl vom Montag „mitzunehmen“. Denn das letzte/erste Hallentraining empfand ich als „schwierig“. Also Ruhe, Konzentration, Fokus auf den Schussablauf … und tatsächlich konnte ich mich trotz des für meine Augen unangenehm trüben Kunstlichts sammeln. Ich muss allerdings konsequent beim Einschießen oder zumindest bei den ersten Passen das Fernglas einsetzen, weil ich die Pfeile auf 18 m einfach nicht sehe – und somit das Abgreifen ggf. erst korrigieren kann, wenn ich die Pfeile gezogen habe. Aber der Schussablauf als solcher ist mir immer wieder gut gelungen. Dabei merke ich, wieviel ich mit dem Compound gelernt habe. Denn der Compound „verlangt“ ja ein sauberes Schießen … Es ist also egal, ob Halle oder draußen: je besser ich bei mir bleibe, desto besser gelingt der „schöne Schuss“! Und manchmal sieht man das sogar auf der Scheibe … 😉

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Am Freitag war der Reisende wieder im Lande und wir hatten Training in der Halle in Duisburg. Ich konnte ihm ein paar Fragen zum Blankbogen stellen. Denn obwohl ich recherchiert habe: zu dieser Bogenklasse und den technischen Details gibt es merkwürdigerweise nur sehr wenig zu finden! Ein paar Grundsätzlichkeiten habe ich auf Facebook und in der Wikipedia gefunden, aber welche Bogeneinstellungen für den barebow geeignet sind … Fehlanzeige! Selbst in Lehrbüchern wie dem von Oliver Haidn findet sich lediglich eine Begriffserklärung. Insofern bin ich froh, dass CC den Blankbogen gut kennt und ich von diesem Wissen profitieren kann. Neben dem Einstellen des Tillers und anderen für mich wichtigen Informationen flog gestern die einfache Plastikpfeilauflage runter, und es kam die mitgelieferte SF-Auflage und der Button drauf. Ich gebe beschämt zu: ich hatte mich nicht mit dem Inhalt des kleinen Kartons nicht auseinander gesetzt, der mit dem Mittelteil geliefert worden war. Da mir gesagt wurde „das sind Teile für den Olympic Recurve“, hatte ich den Karton unbesehen in meinen Bogenrucksack gepackt. Soviel zur Unwissenheit! 😦 Das einzige, was ich tatsächlich nicht brauchte, war die Klickerhalterung …
Und schon veränderte sich das Schießen! Button und Auflage sind so fein, dass ich (nachdem es mir mein Trainer erklärt hat) sofort merke, wenn Heben und Ziehen kein harmonischer Ablauf sind: dann fällt mir nämlich der Pfeil von der Auflage oder man hört ein „Zittern“ des Pfeils beim Auszug. Dann lieber absetzen und neu aufbauen! Und noch mehr Ruhe und Konzentration in den Schussablauf legen.

Dass ich die Pfeile in der Scheibe nicht sehe, hat einen Vorteil: ich muss mich umso mehr auf das Fühlen einlassen! Und manchmal läuft es – und erscheint mir dann wie ein Wunder! So diese eine Passe, die lediglich deswegen linkslastig ist, weil der Button noch nicht fein justiert war. Alle Anwesenden konnten es beobachten, nur ich nicht – weil ich nicht gesehen habe, wo die Pfeile steckten. Und beim Ziehen sah ich dies – Hammer!

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Da steht man davor und glaubt es kaum – solche Gruppen sind bei mir sogar mit dem Compound nicht „üblich“! Bin immer noch überwältigt …

Am Samstag habe ich nach dem Arbeitsdienst noch ein paar Passen geschossen. Gutes Gefühl in der Linie und trotzdem „stimmte“ irgend etwas nicht. Doch was? Spüren, fühlen … irgendwann: „wie ist die Bauchspannung“? Den Fokus darauf gelegt, mit der Spannung gespielt. Und dabei habe ich das gute ganzheitliche Gefühl wieder gefunden!


„Bleib’in deiner Mitte!“ Dieser Spruch aus dem Yoga, Kampfsport, Achtsamkeitstraining … daran ist so viel Wahres, gilt also auch beim Schießen.
Es fällt mir schwer, doch wenn es ab und an gelingt, ist dieses Gefühl „stimmig“ und wunderschön! Auch wenn es paradox klingt: je mehr ich lernen darf, desto mehr verstehe ich, wie wenig ich weiß …
Und das motiviert zum Weiterüben!

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