Endlich wieder draußen!

Laut Wetterbericht war Karsamstag der einzige schöne Tag am Osterwochenende. Daher habe ich ihn genutzt, um beim JBC Wuppertal endlich Visier und Pfeile einzuschießen. Da ich mehrere Monate nur die 18m Hallendistanz geschossen habe, war ich gespannt!

Bei 30 m zeigte sich eine leichte Seitenabweichung, die sich über die weiteren Distanzen fortsetzte. Dies ließ sich aber recht gut korrigieren.

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Auf 40 m habe ich mir leider sogar eine Nocke + Pin zerschossen … 😉

Nicht so zufrieden war ich mit der Visierskala, die ich mir aus dem Programm „Archer’s Advantage“ ausgedruckt habe. Meine neuen Victory VAP 700 V6 scheinen etwas leichter zu sein als das Programm sie berücksichtigt, trotz aller Daten wie exakter Länge, Spitzenart und -gewicht, Vane-Größe, Bogeneinstellungen etc. Da das Programm die „Idealskala“ berechnet, aber noch Optionen für etwas schnellere und etwas langsamere Pfeilgeschwindigkeit ausspuckt, kann ich jedoch die Skalen vergleichen und die hoffentlich passende finden. Ansonsten muss ich die Korrekturen handschriftlich vermerken, was eigentlich nicht im Sinne des Erfinders ist.

Um die Entfernungen zu messen, habe ich erstmals den Range Finder eingesetzt. Bislang hatte ich ihn nur ab und zu zum Spazierengehen mitgenommen, um das Entfernungen schätzen zu üben. Jetzt ging es mir natürlich darum, die Visiereinstellungen genau einzustellen. Interessant war für mich dabei auch, das „Bild“ einer Entfernung einzuprägen. Vor allem die 50 und 60 m sind doch weiter als man denkt … 😉

Das leichtere Gewicht der VAPs im Vergleich zu den Easton CarbonOne 730 (gewogen habe ich sie nicht, da ich noch keine grain-Waage besitze) zeigt sich im längeren Geradeaus-Flug. Das führte dazu, dass bei der alten 60m-Einstellung trotz vorsorglicher Korrektur zwei Pfeile im oberen Holzrahmen der Scheibe einschlugen. Leider habe ich sie nicht herausbekommen… ich hoffe einer der Vereinskameraden kann helfen. 😉

Sowohl in der Halle als auch draußen hat sich jedoch der neue „Arrowpuller“ bewährt, den ich „in der Not“ bei der Hallen-DM erstanden habe. Rob hat da ein Produkt geschaffen, das tatsächlich funktioniert!

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Um meinen Zugarm nicht zu überlasten, habe ich nun erstmal die Entfernungen von 30-60 m in Zehnerschritten ausgeschossen. Die 70 m und Zwischenschritte werden die nächsten Aufgaben. Mehr als 70 m kann ich in Wuppertal eh‘ nicht schießen, da unser Gelände das nicht hergibt. Aber auch die kurzen Entfernungen unter 18 m warten noch auf mich.

Ein interessanter, lehrreicher und schöner Tag! Ich habe so konzentriert gearbeitet, dass über 2,5 Stunden wie im Fluge vergingen. Und es tat so gut, die warme Sonne auf der Haut zu spüren, auch wenn der Wind etwas frisch war. Es ist so schön, wieder draußen zu sein!

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Frohe Ostern! 😉