DFBV Deutsche Meisterschaft 3D „Bowhunter“ 2015

Drei Monate schieße ich nun Compound – und hatte Lust, endlich mal ein 3D-Turnier auszuprobieren. Vielleicht ein wenig ambitioniert, ausgerechnet die DM als erstes Turnier auszusuchen … 😉 Aber ich sehe die IFAA/DFBV-Veranstaltungen als „Breitensport“: natürlich leistungsorientiert (es ist Leistungssport!), aber für jedermann/-frau zugänglich.

So reiste ich am 25.09.2015 in den schönen Hunsrück zum Erbeskopf. Zuerst in den Ferienpark in Thalfang – in dem sich herausstellte, dass mein „Hotelzimmer“ ein komplettes Appartement war! Schade, dass ich das nicht besser ausnutzen konnte, kam ich doch lediglich zum Duschen und Schlafen ….
Eingecheckt, den Koffer abgestellt und dann gleich weiter zur Bogenkontrolle. Die fand direkt am Hunsrückhaus statt. Als ich zum Parkplatz fuhr, erkannte ich ein mir aus Facebook bekanntes Gesicht. Es war der Verkäufer, von dem ich günstig ein Viper-Visier und einen Bogenkoffer erstanden habe und der aus meiner schwäbischen Heimat (witzigerweise aus meinem Nachbarort) kommt. Und neben seinem Auto war noch ein Platz frei! So konnten die Sachen gleich den Besitzer wechseln. Und durch die Bekanntschaft hat sich auch später eine Frühstücks-Gemeinschaft im Ferienpark-Restaurant gebildet, da die Reutlinger mit einer Mannschaft angereist waren.

Die Bogenkontrolle lief für mich sehr einfach: in der Klasse FU darf man ja so gut wie alles am Bogen haben. Lediglich mein Fernglas wurde genauer begutachtet, ob ich nicht einen Entfernungsmesser darin versteckt habe. 😉 In der Warteschlange habe ich gleich Bekannte getroffen oder neue Bekanntschaften gemacht. Das fand ich sehr schön, man fühlte sich gleich integriert.
Wir Compounder mussten auch noch die Geschwindigkeit des Bogens messen lassen. Mit meinen 30 lbs sollte das kein Problem sein – und tatsächlich war der PSE Phenom nur 209 fps „schnell“ … 🙂
Die Reutlinger und ich vereinbarten, uns zum Essen im Restaurant zu treffen und das haben wir auch getan. Lange haben wir nicht „getagt“, wir mussten ja alle früh raus. Die arme Martina saß als Langbogenschützin unter lauter Compoundern, aber anscheinend war sie Kummer gewöhnt. 😀 Aber das instinktive Schießen ist mir ja nicht unbekannt, und so hatten wir trotzdem gemeinsamen Gesprächsstoff, zumal sie als Biologin Tiere mag.
Am Samstag fuhren wir in zwei Fahrgemeinschaften zum Erbeskopf, so konnte ich mein Auto stehen lassen. Da das WLAN im Hotel ziemlich langsam war und ich auf dem Smartphone die Datei nicht öffnen konnte, warf ich erst am Hunsrückhaus einen Blick auf die Starterlisten. Lediglich vier Compound-FU-Damen gab es! Wir starteten in einer Gruppe – zwei Männer dazu, dabei Niklas, den ich bereits von unserem Bowhunter-Turnier in Wuppertal kannte.

Am Einschießplatz ging es hoch her! Außerdem war es empfindlich kalt. Insgesamt konnte ich nur zwei Passen à drei Pfeile schießen, weil der Andrang so groß war. Der Bogengriff war kalt, das Release war kalt … unangenehm!

Nach Begrüßung und Ansprachen ging es also los! Wir starteten an Scheibe 18 im gelben Parcours. Das bedeutete erst mal einen anstrengenden Fußmarsch hoch auf den Berg! Zumindest einen Vorteil hatte es: wir hatten die schlimmsten Steigungen schon hinter uns! 😀

Und nun lernten wir uns kennen: Andrea, Marianne, Steffi, Niklas, „Böff“ und ich. Interessanterweise schießt Marianne ebenfalls einen OK-Bogen, so konnte ich sie und Niklas gleich dazu befragen. Denn ich liebäugle durchaus mit einem OK, wusste aber nicht, welches der drei für mich infrage kommenden Modelle am besten passt und wie das mit der Cam-Auswahl geht. Marianne schießt den DST36, der mir von beiden empfohlen wurde, alleine schon wegen meiner Körpergröße. Dazu eine Cam in S, dann müsste es passen. Mal schauen. 😉

Wir starteten in der Dreipfeilrunde. Mein erster Schuss auf einem Compound-Turnier: Körpertreffer im 1. Pfeil: eine 18! Super! Natürlich habe ich schnell bemerkt, dass meine Kollegen deutlich erfahrener waren. Da kam öfter eine 20 heraus, was mir am Samstag nur viermal gelingen sollte. Aber ich war sehr zufrieden mit meiner Leistung! Die Ziele waren von Franzbogen – das war für mich „praktisch“, da wir diese Tiere auch in Wuppertal stehen haben. Die Trefferzonen waren mir daher vertraut – nur das große Krokodil narrte uns immer mit seinem Schuppenpanzer.
Knifflig wurde es dann bei den Doppelhunter-Zielen. Da trennte sich sehr deutlich die Spreu vom Weizen! Insgesamt habe ich dort öfter ein klein wenig zu hoch geschossen und daher insgesamt 6 Pfeile verloren und einen zerdeppert. Schlecht, wenn man nur mit insgesamt 14 Pfeilen anreist, aber ich hatte nicht mehr … :-/ Am Sonntag musste ich die drei „Not“-Pfeile mit den anderen Vanes mitnehmen, sonst hätte ich nur vier Pfeile gehabt! Zum Glück haben das meine Gruppenkollegen akzeptiert.
Trotzdem: nie hätte ich gedacht, dass ich an meinem ersten Turniertag direkt 364 Punkte holen würde! Das ist mehr als doppelt so viel als bei meinem besten IB-Turnier … 😀

Schießkarte Samstag

Schießkarte Samstag

Und unsere Gruppe war so toll! Nie gab es Diskussionen über die Punktzahlen, alle waren sportlich fair. Jeder freute sich über jeden Treffer, und sie machten mir alle Mut. Sie haben mir auch immer geholfen, Pfeile zu suchen, dafür habe ich mich beim „Schauen“ eingebracht. Mein kleines Nikon-Glas war dabei nicht schlechter als die großen Ferngläser der anderen – mit dem Aculon habe ich einen guten Griff getan und schleppe deutlich weniger Gewicht durch den Wald. Wir hatten alle viel Spaß und haben viel gelacht, vor allem über Böffs teilweise „unterirdische“ Witze. Es war ein anstrengender, aber grandioser Tag!

Die Reutlinger wollten abends im Ort essen, aber ich hatte schon am Erbeskopf etwas gegessen (der Hunger war zu groß!) und war zu kaputt, um nochmal wegfahren zu wollen. Also habe ich mir noch ein Bierchen im Restaurant gegönnt und mich dazu zu einem Team „Prim“-Bognern gesetzt. Dabei ist mir aufgegangen, wie weit die Welten im Bogensport wohl auseinander sind. Sie hatten mich für eine „Instinktive“ gehalten. Erst als ich erwähnte, dass ich ursprünglich traditionell geschossen haben, entspann sich ein gutes Gespräch. Die beiden Jungen fragten mich über das Compound-Schießen aus, und mit deren Trainer konnte ich besprechen, warum ich derzeit oder zumindest leistungsorientiert nicht mehr intuitiv schieße – obwohl ich meine Holzbögen liebe.
Vielleicht habe ich eine Lanze gebrochen für „Völkerverständigung“ …
Denn auch am Folgetag hatte ich den Eindruck, dass da eine große Kluft zwischen den „Holzklassen“/Traditionellen und den „Radfahrern“ (oder allgemein „technischen“ Schützen) ist – was ich sehr bedauerlich finde! 😦

Schlecht geschlafen – obwohl ich so kaputt war! Warum ich so schlecht geschlafen hatte, weiß ich nicht. Trotz Schmerztablette hatte ich „Ischias“ und konnte auch mental nicht wirklich abschalten. Ein paar Minuten überlegte ich sogar, am Sonntag nicht anzutreten!
Immerhin erlaubte mir das, meinem Trainer bereits kurz nach Mitternacht zum Geburtstag zu gratulieren. 😉

Es war noch kälter als am Samstag! Zum Glück hatte ich bereits schon am Freitag von meiner „Frühstücksgruppe“ den Tipp erhalten, den Bogen über Nacht aufs Zimmer zu nehmen. Besser war das! Alles, was nicht bereits abends wieder im Koffer gelandet war (wie zum Beispiel die völlig überflüssige Regenbekleidung… 😀 ) eingepackt und dann ging es wieder zum Erbeskopf. Diesmal hatte ich die Startlisten auf meinem Netbook ansehen können und wusste, dass wir Mädels zusammen bleiben und zwei neue Männer bekommen. 🙂 Dabei war mir auch aufgegangen, dass ich auf jeden Fall aufs Treppchen „muss“! Steffi hatte nämlich nur als Gast gemeldet und war daher nicht wertungsberechtigt – und nahm am Sonntag erst gar nicht teil. Sie war erkältet und hörte sich wirklich nicht gut an, als sie uns begrüßte. Niklas und Böff waren nun in anderen Gruppen, wir bekamen Paolo und Andy dazu – beide aus meiner Frühstücksrunde! 😀

Auch am Sonntag starteten wir an Pflock 18 in der Dreipfeilrunde, aber diesmal im blauen Parcours. Oha, den empfand ich deutlich schwerer als den gelben! Nun erlebte ich auch den Einsatz von „Excalibur“. Andrea hatte vor langer Zeit diesen Schirm als einzige aus dem Boden ziehen können – und so durfte sie ihn behalten und kam der Schirm zu seinem Namen. In den Videos der US-Pro-Mädels hatte ich öfter gesehen, dass die Schützen „beschirmt“ wurden. Aber warum? Selbst bei uns auf dem Platz in der prallen Sonne war ich bislang mit meinem „Visor“ ausgekommen. Nun lernte ich aber schätzen, wenn die direkte Sonneneinstellung auf das Scope abgeblendet wird! Ich denke, ich werde ab jetzt einen Schirm mit in den Turnier-Rucksack packen.

Müde und kaputt wie ich war, startete ich mit einem „Formtief“. An den ersten paar Zielen lief’s überhaupt nicht gut. An einem Schuss habe ich sogar Punkte liegen lassen: zwei „Falken“ (TG4) in einem dunklen Tann – und wir mussten aus dem Hellen schießen. Ich habe das „dumme Vieh“ einfach nicht gesehen! Dreimal im Anker, verzweifelt das Ziel gesucht, abgesetzt … Dann doch geschossen, obwohl ich mir nicht sicher war – und rechts daran vorbei. O.k., das war’s, Fahrkarte … Nein, ich hätte ja noch zwei Schüsse gehabt, wir waren doch in der Dreipfeilrunde! Aber weder meine Kollegen noch ich haben daran gedacht, vielleicht wegen dem mehrfachen Absetzen. Und der Pfeil war auch noch weg. „Aufgegangen“ ist mir dies erst viel später. Vorbei … ja, aber auch diese Erfahrung gehört dazu!

Überhaupt habe ich viel lernen dürfen! So musste ich durch Erzählungen erfahren, dass nicht alle Schützen fair und kollegial sind. Da wird einem schon mal das Peep oder das Visier verstellt, wenn man nicht hinschaut … oder andere unschöne Dinge. Hätte ich nicht vermutet! Klar wird im Leistungsbereich mit harten Bandagen gekämpft, aber letztlich schießt doch jeder für und gegen SICH SELBST! Was bringen also solche Betrügereien … auf einen so erworbenen Platz auf dem Treppchen kann man doch nicht stolz sein?!?!?!
So wie es ja auch empfand: ich komme auf’s Treppchen, egal wie viel oder wenig Punkte ich noch schießen würde. Steffi war am ersten Tag besser als ich – aber sie hatte nun mal als Gast gemeldet und nahm am zweiten Tag nicht teil. Trotzdem: „verdient“ fand ich meine Platzierung nicht.
Wie viel kameradschaftlicher empfand ich es in unserer Gruppe! Am vorletzten Dreipfeil-Ziel am Samstag hat mich Böff darauf aufmerksam gemacht, dass sich mein Scope etwas nach oben verdreht hatte, vielleicht beim Tragen. Nachdem ich völlig verdutzt war, dass ich den Treffer auf den „einfachen“ Fuchs nicht auf die 20 setzen und mir die „schlechte“ 18 nicht erklären konnte. Er hat den Fehler gesehen, ich nicht …
Auch sah ich, dass die guten Schützen auch nur „mit Wasser kochen“. Natürlich sind sie erfahren und machen wenig „Fehler“, aber „perfekt“ sind sie auch nicht – wir sind alle Menschen! Natürlich ärgern sie sich, wenn sie mal „nur“ eine 18 schießen, oder beim Doppelhunter keine 20 – und ich freue mich einfach über jeden Treffer. Aber sie suchen und finden den Fehler bei sich und nicht am Material. Denn natürlich sind ihre Bögen und Pfeile sehr gut auf sie abgestimmt und getunt. Aber das „Problem“ steht, wie ich mal gelesen habe, hinter dem Bogen – und das wissen diese Schützen (und auch ich selbst) sehr genau! 😉

Nach meinem schlechten Start lief es für mich am Sonntag immer besser, ich kam in den Tritt! Schlauerweise hatte ich mir in der Nacht noch die Entfernungsspanne der vier Tiergruppen aufgeschrieben. Dieser „Spickzettel“ hat mir viel geholfen! Denn wenn ich weiß, dass ein TG 2-Tier nicht weiter als 41 Meter steht, brauche ich mir keine Gedanken darüber machen, ob ich das Visier auf 50 m einstelle … 😀
Uiuiui, aber was da teilweise hinter der nächsten Wegbiegung lauerte, nötigte mir heftigst Respekt ab! In der Doppelhunter-Runde Steilschüsse rauf und runter, und immer am oberen Rand der Distanz! Das war ich ja nun gar nicht gewöhnt, in Wuppertal haben wir lediglich zwei „echte“ Steilschüsse. Ich wusste nur: steil bergauf – halte drunter. Steil bergab – halte drunter. Aber wie viel und wie??? Klar konnte mir niemand helfen – wir haben uns, wenn überhaupt, nur nach dem letzten Schuss am jeweiligen Ziel mal kurz über die eingestellten Entfernungen ausgetauscht. Aber mit gutem Zuspruch meiner Kollegen und viel Mut habe ich es gewagt, und zumindest einmal pro Tier getroffen. Besonders stolz bin ich auf den Steinbock, sehr steil bergab auf vielleicht 45 Meter (Visier habe ich auf ca. 38 m eingestellt), an dem ich 15 Punkte eingefahren habe!

An einem der Steilschüsse haben wir uns einen Rüffel vom range captain eingefangen. Das Regelwerk gibt vor: sobald man am Pflock steht, muss der Schuss innerhalb einer Minute abgeschlossen sein. Aber an diesem Ziel haben sich selbst unsere Profis die Zähne ausgebissen, so schlecht war es einzuschätzen. Und daher dauerte eben der eine oder andere Schuss über eine Minute – wie per Stoppuhr festgestellt wurde. Wir gelobten natürlich Besserung und schlossen die Schüsse schneller ab! Der range captain wanderte mit uns noch zwei Ziele weiter – und bei der Gruppe vor uns entdeckte er ebenfalls eine Zeitüberschreitung, die er gerügt hat. Die Regeln gelten schließlich für alle!

Leider musste ich allerdings auch mit ansehen, wie ein Bogen kaputt ging. Ob es nun ein Leerschuss war, ein Nock geplatzt ist – wir wissen es nicht und haben es auch später nicht herausgefunden! Jedenfalls stand ich neben Paolo und hatte schon das Glas angesetzt, um seinen Schuss zu beobachten. Da knallte es neben mir und ich sah im Augenwinkel eine Kabelschlaufe des oberen Wurfarms „fliegen“. Zum Glück ist Paolo nichts passiert! Ob der Hoyt Schaden genommen hat, konnten wir im Parcours nicht feststellen – und derjenige in der Gruppe hinter uns hatte ausgerechnet an diesem Wochenende die Bogenpresse nicht im Auto. Abgesehen davon waren wir ja mitten im Parcours, da hätte man so auf die Schnelle auch nicht reparieren können … Es blieb Paolo also nichts anderes übrig, als mit uns und seinem kaputten Bogen den Parcours bis zum Hunsrückhaus abzulaufen. 😦
Und ich habe noch vor kurzem auf meiner Facebook-Seite ein Video zum Thema geteilt …

Steilschuss auf ca. 45 m

Steilschuss auf ca. 45 m

Das Ende vom Lied: ich war sogar besser als am Vortag: 381 Punkte und acht 20er! Damit hätte ich nach dem verhunzten Start nie gerechnet.

Schießkarte Sonntag

Schießkarte Sonntag

745 Punkte insgesamt – und ich bin sehr stolz, dass ich das geschafft habe. Compound rockt!

Das Turnier hat mir sehr großen Spaß gemacht! Ich konnte sehr konzentriert und entspannt schießen, habe mental und körperlich insgesamt gesehen gut durchgehalten. Ich werde zwar vor der EBHC in Österreich (zu der ich mich bereits vor zwei Wochen angemeldet habe) noch ein wenig bergwandern üben, aber ich fühle mich imstande, so ein Turnier zu absolvieren. Und natürlich werde ich mich gezielt vorbereiten!

In der Fundkiste tauchten bis Sonntagabend drei Pfeile von mir auf! 😀

Herzlichen Dank meinem Trainer CC für das Fördern und Fordern!
Nie hätte ich gedacht, dass ich mit gerade mal drei Monaten Compound-Praxis so ein tolles Ergebnis erreiche. Meine „IB-Zeit“ (auch wenn es durch die Target Panic teilweise sehr frustrierend war) hilft mir mehr, als ich es für möglich gehalten habe! Ich weiß: die fehlenden 250 Punkte in die Spitzengruppe werden ein harter Ritt! Das wird viel Fleiß und Ausdauer erfordern und jahrelanges Üben, aber warum soll ich es nicht probieren! Ich fühle mich so wohl mit dem Compound, dass ich mich sicher noch verbessern kann. Schau‘ mer mal, wo es noch hingeht – jedenfalls habe ich eine Menge Spaß dabei! 😀

dm2015

Ich habe mich sehr gefreut, die Früchte meiner Arbeit einzufahren. Ich durfte auf’s Treppchen, und wir drei Mädels haben uns herzlich beglückwünscht. Wie gesagt, eigentlich war’s mir peinlich, aber es gab in manchen Bogenklassen sogar nur zwei oder gar EINEN Teilnehmer. Der EINE war dann eben Deutscher Meister, egal mit wie viel Punkten. Nun, bei so einer inflationären Zahl von Bogenklassen in der IFAA … 😀
Es gibt in Deutschland nur ganz wenige Frauen, die Compound-FU UND 3D schießen. Da werden wir uns sicher öfter mal begegnen, spätestens in Österreich. Wobei Andrea und Marianne auch „Feld“ schießen, und da traue ich mich noch gar nicht dran – abgesehen, dass die nächste Möglichkeit zum Trainieren in Müllenborn = 160 km entfernt wäre.

Ach, was für ein herrliches Wochenende, welches ich dann noch mit einem Besuch bei lieben „alten“ Freunden abschließen konnte – die nur 12 km entfernt vom Erbeskopf wohnen. Schlimm genug, dass ich das letzte Mal vor ca. 20 Jahren bei ihnen war.
Die Urkunde und die Medaille betrachte ich mit Stolz, das Ergebnis motiviert und macht mich glücklich!

Herzlichen Dank den Ausrichtern,Veranstaltern und vielen fleißigen Helfern für das tolle Turnier!

Gesten ist wieder „Alltag“ eingekehrt, ich habe brav die Scheiben malträtiert und wieder konzentriert an meiner Rückenspannung gearbeitet. Aber das Wissen, was geht, wird mich begleiten!

Am Samstag geht es zu den „Patschel-Bognern“: „freies“ 3D-Turnier, da hilft dann auch der Spickzettel mit den Tiergruppen nichts … 😀
Freunde „treffen“ und Spaß haben! 😀