Windige Geschichten …

Beim intuitiven Schießen habe ich es nie so empfunden: der Wind kann einem beim Bogenschießen ganz schön zu schaffen machen!
In den Compound greift er deutlich stärker hinein als in den Langbogen oder Jagdrecurve …

Ein Trainingskollege bekam das zu spüren:

Erkenntnis des heutigen Tages bei der BVNW FITA DM in Deiningen, bei der wir heute krassen Gegenwind aus wechselnden Richtungen hatten: Wenn die Winde wie irre kreuzen – dann nicht das Visier nachstellen! Die Referenzeinstellung vom Einschiessen behalten und dann entsprechend gegen den Wind, bzw. neben dem Gold halten. Das haben mir die alten Hasen dann aber auch erst am Schluss verraten nachdem ich mir einen Wolf an dem Visier gedreht habe…die Säcke.
PS: Heute flog ein Sonnenschirm auf ein 4 m hohes Dach…

Ich habe just am selben Tag einen interessanten Artikel zum Thema gelesen.

„Ausprobiert“ habe ich es dann am Dienstag, denn es waren kräftige Böen angekündigt.

Wind-Erkenntnis: ja, das ist eine Herausforderung!
Neben das Gold halten erschien mir sowieso logisch und das habe ich dann teilweise heute gemacht. Allerdings kam der Wind in Böen! So habe ich die Taktik geändert: strikt ins Gold halten, auch wenn es noch so bläst, Spannung halten – den Schuss aber erst lösen, wenn die Böe etwas nachlässt. Teilweise musste ich echt lange ausharren … *ächz*
Auf 20 m hat es ziemlich gut funktioniert, auf 30 m hat mir der Wind die Pfeile runtergedrückt! Die Visiereinstellung stimmt nämlich eigentlich.
Ich möchte erstmal nicht wissen, wie es sich auf weiteren Entfernungen auswirkt … :-/
Echt mulmig wurde mir, als ich im Vollauszug stand und mir der Wind den Pfeil von der Auflage lupfte!
Da lag er nun, auf meiner Bogenhand!
Zum Glück konnte ich absetzen … 😦