Gedanken …

Addy Nachtrieb ist ein 12-jähriges US-amerikanisches Mädchen, das seine Liebe zum Bogenschießen entdeckt hat und schon sehr erfolgreich an Scheibenturnieren teilnimmt.

„Archer Addy“ hat zusammen mit ihren Eltern auch schon ein Buch verfasst, in dem sie den Beginn ihres Bogenwegs darstellt. Es ist zwar für Kinder geschrieben, aber auch für Erwachsene eine Inspiration.
Außerdem schreibt sie regelmäßig auf Facebook.

Die Kleine ist für ihr Alter schon sehr reif!
Am 16.08. schrieb sie:

I learned a lesson today that I didn’t want to but maybe other kids can learn too because of me. I have been shooting real good and I was shooting 100 arrows almost every day to train but I thought I was shooting so good I didn’t need to shoot a lot of arrows the weeks before the Junior Olympic State Championship today. I only did about 40 or 50 arrows sometimes 100. I shot really well and only dropped 4 points in the first 50 arrows. But then I started to get tired and drop a lot of points. I just thought I could break the record. I was far away from it. So I shot a 1409/1440. But I learned my lesson so I won’t be doing it again. I won first place in the championships but I would do a lot better if I shot more arrows. I have to work harder to be the best because I want to. I’m not happy about thinking I’m too good but happy I won the Championships. Well I guess that’s it.

Manchmal geht es mir auch so. Auch wenn ich wahrlich nicht so wettbewerbsorientiert bin!
Nun muss Addy ja „nur“ zur Schule, als Erwachsener gibt es genug Gründe, die einen wirklich am Schießen bzw. Training hindern!

Aber es ist die Einstellung! Findet nicht jeder ab und zu einen Grund, nicht zum Platz zu fahren oder die Scheibe aufzubauen?
Ich gebe zu, wenn es regnet, fahre ich auch nicht. 😉
Aber sonst? Das Bogenschießen ist mir wichtig genug, dass ich mindestens dreimal pro Woche Pfeile fliegen lasse. Auch im Urlaub kommt der Bogen mit (diesmal sogar alle drei, weil es u.a. wieder einmal auf den Mittelalterparcours ging). Und ich habe mir einen „Zweitverein“ gegönnt, damit ich im Winter in der Halle schießen kann.
Manchmal fehlt mir die Lust zu meinem Ausgleichssport und ich bin ganz froh, dass die Muckibude gerade wegen Wasserschaden geschlossen ist. Aber wenn die Wassergymnastik wieder startet, bin ich dabei. Und die Lust kommt auch mit dem Tun!
Habe ich den Bogen erst mal in der Hand, freue ich mich auf jeden Schuss!
Selbst wenn es „lästig“ war, den Weg oder die Zeit auf sich zu nehmen.

Addy hat es ganz gut erkannt: es braucht ab und zu auch mal Durchhaltevermögen! Denn nicht immer läuft es gut, und manchmal ist es richtig Arbeit … Aber man wird dafür belohnt!

So beschreibt es auch Lenka von Archerology:

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