neues Abenteuer: Compound!

Nein, ich will und werde den Recurve nicht aufgeben!!!
Aber ich brauche für mich jetzt erst mal ein wenig mehr Ruhe, Konzentration und Kontrolle.
Und nach der Compound-Challenge wusste ich wie … 😉

PSE Phenom Leihbogen mit 3-Pin-Visier und kurzem Stabi + Carter „Simple I“ Leihrelease.
Das Visier hatte ursprünglich fünf Pins, davon habe ich zwei rausnehmen lassen.
Derzeit ist der bogen auf 30 lbs eingestellt, damit komme ich gut klar und traue mir zu, damit eine Trainingseinheit durchzuhalten. Hochdrehen kann man je nach Fortschritt jederzeit. 😉
Oberster Pin auf ca. 12 m eingeschossen, der Rest kommt dann im Training.

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Ja, ich weiß, dass der Mittelfinger da nicht hingehört, aber ich habe jetzt eine Fingerschlinge (werde ich aber noch durch eine Bogenschlinge ersetzen, ist mir für den Parcours lieber). ;D

Die Ausrüstung habe ich diesmal bei ArcTec geholt. Den Bogen habe ich für ein halbes Jahr, das Release für zwei Monate gemietet. Das gibt mir die Möglichkeit, alles gründlich auszuprobieren – gerade das Release. Die „Zeckenzange“ (Handgelenk) kommt für mich gar nicht infrage, damit habe ich keinerlei Gefühl. Für’s Back Tension fühle ich mich noch nicht reif, solange ich an den Grundlagen der Technik arbeite. Das aktive Auslösen mit dem Daumen funktioniert für mich sehr gut. Mit dem „Chocolate“ meines Trainers kam ich spontan gut zurecht, das „Simple I“ hat die gleiche Technik und liegt gut in der Hand.

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Gestern war dann damit zum ersten Mal auf dem Platz.
In meinem Kopf gibt es einen „Programmablaufplan“, den ich abarbeite. Der Schussablauf ist für mich nachvollziehbar und steuerbar.

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Sogar an den Drachen habe ich mich gewagt: 70m! Der erste Pfeil mit Aufsetzer, dann habe ich korrigiert. 😉

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Mit dieser tollen Passe auf 15 m konnte ich abschließen.

Konzentration, Ruhe, Fokus, Kontrolle, Referenzpunkte… das ist soooo cool!
„Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert!“ (Hannibal im „A-Team“) ;D

Referenz
meine Referenzpunkte

Ob sich die durch das Training bei CC nächste Woche noch verändern, werde ich ja sehen… 😉 Jedenfalls fühle ich mich sehr gut damit, habe exakte Sicht durch das Peep und kann dann den weiteren Schussablauf kontrolliert fortführen.

Der Compound hilft mir im Moment sehr: ich habe die Kontrolle über den Schussablauf zurück! Und die „Hardware“ kompensiert meine optischen, visuellen und mentalen Handicaps!
Denn endlich darf ich zielen! :yes:

In gewisser Weise schieße ich trotzdem noch intuitiv, muss ja die Entfernung zum Ziel einschätzen und den Bogen darauf ausrichten. 😉
Außerdem kann man auch mit dem Compound prima danebenschießen – sonst wäre es ja auch langweilig! :>>

Ich mag meinen „Sniper“ viel zu sehr, um ihn in die Ecke zu stellen! :wave:
Werd‘ am Wochenende einen Bekannten besuchen, der einen kleinen 3D-Parcours in seinem Wald aufgestellt hat. Am Fischteich sitzen, mit dem Hund spielen, den Gösseln zuschauen, grillen und zwischendurch ein paar ‚entspannte‘ Pfeile werfen – mit dem Recurve! Darauf freue ich mich!