konzentrierte Pirsch

Erschöpft, aber froh! :yes:

Hab‘ es am Dienstag gewagt und war (alleine) im Parcours – mit selbst gegebenen „Vorgaben“:

1. ich bereite mich an jedem Ziel mental vor
2. ich schieße nur, wenn ich sauber ankere
3. ich „muss“ gar nicht schießen!
4. ich setze ab, wenn ich unsicher werde und bereite ggf. neu vor
5. ich entscheide bei jedem Schuss, ob ich lösen möchte oder nicht
6. und wenn es nicht klappt, ist es egal…
aber ich möchte es versuchen.

Mh… was soll ich sagen, ich habe es so durchgezogen! Die zwei Ziele im Graben (Adler und Biber) und den Hochstand habe ich ausgelassen, aber ansonsten war dies die allererste Parcoursrunde meiner „Karriere“, in der ich jeden Schuss komplett aufgebaut habe. Es ist kein Pfeil ohne Ankern rausgegangen! Auch die Linie konnte ich größtenteils gut aufbauen. Ein paar Mal war das Release nicht sauber, das wird dann wohl die nächste Baustelle. 😉

War der 1. im Kill, was mehrfach vorkam, habe ich es dabei bewenden lassen und mich „lethargisch“ gefreut. 😉 Ansonsten habe ich trotz „1. Körper“ (oder wenn der erste drunter oder drüber war) mehrere Pfeile nachgeschoben, weil ich mal sehen wollte, ob ich korrigieren kann. Und das hat gut geklappt und zwar auf alle Entfernungen!

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Kann ich die Linie konstant aufbauen? Ja, es geht!

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zweiter Pfeil zur achtsamen Korrektur nachgeschoben – mitten ins Kill auf 40 m!

Nur beim Mobile habe ich 5 von 6 Pfeilen in der Matratze versenkt und am Hirschen (beim Weitschuss) einen in einen Baum gesemmelt, aber die Schüsse waren schön. :>>
Der Steinbock wollte auch nicht, aber ich habe alle drei Pfeile mit wenig Seitenabweichung vor seine Füße gelegt. B) Also eine echt erfolgreiche Runde!

Danach wie vereinbart zur Scheibe. Da habe ich dann gemerkt, dass ich mich nicht nur geistig, sondern auch körperlich angestrengt hatte: ich musste richtig arbeiten, um den Abschluss der Einheit ordentlich hinzubekommen. Meine Schultermuskulatur hat sich ziemlich beschwert! 8|

Nach der Wassergymnastik ging es aber wieder… 😉

Fazit: es ist noch viel zu tun!!!!!!
Aber gleichzeitig macht es viel mehr Spaß, wenn man den Schuss ordentlich aufbaut und sich darauf konzentriert!
Die nächsten Tage werde ich nur mental und an der Scheibe üben, denn das war schon heftig… aber schön! :yes:

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So ist es auch mit guten Trainern! 😉

„Heute wirst du dein gestriges Selbst besiegen“
Musashi

Eigentlich war es mir entschieden zu schnell… aber der Gastschütze von Sonntag wollte gestern wieder in den Parcours, und da ich ebenfalls am Platz war, fragte er ob wir zusammen losziehen… Ja, ich hätte ablehnen können!
Andererseits will ich heute (und zukünftig) auch wieder nach Schiefbahn auf den Platz – also, wo eine Menge anderer Schützen sind, was mich bislang verunsichert. Also musste der Kollege heute als „Testobjekt“ herhalten. B)

Es fiel mir heute zwar deutlich schwerer als am Dienstag, aber ich habe es durchgezogen: Schussablauf komplett aufgebaut! Manchmal musste ich mir Zeit nehmen, um den Kontakt richtig herzustellen. Das habe ich dann aber auch getan, oder abgesetzt und nochmal neu aufgebaut. Wurde ich zu schnell, gingen die Pfeile daneben oder nur zufällig ins Tier – das war aber nur selten der Fall (z.B. die ersten beiden am Hochstand). Generell konnte ich mich heute recht gut auf mich und mein Handeln konzentrieren und das Drumherum ( = die Anwesenheit des Kollegen) ausblenden. Mit den Treffern bin ich ebenfalls zufrieden. Je besser die Linie, desto besser das Ergebnis. Wir hatten beide Spaß und haben uns gut unterhalten.

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An der Scheibe konnte ich danach (alleine) nochmal gut arbeiten. Ziehen und Ankern wieder flüssiger stattfinden lassen, was im Parcours manchmal anstrengend war.

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Abschlusspasse 15 m (auch der Ausreißer war vom Ablauf her ein schöner Schuss :yes: )

Was mich besonders gefreut hat, war aber die Aussage des Kollegen beim gemeinsamen Gang zum Bahnhof. Er hat sich bedankt, dass es eine so achtsame, entspannte und ruhige Runde war, er sei sonst eher der Hektiker. :))

Der oben zitierte Musashi war mir aus dem Budo bereits ein Begriff, aber erst jetzt habe ich das Buch der fünf Ringe tatsächlich gelesen. Man kann viel daraus für das Bogenschießen übernehmen!

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