Wie man es NICHT machen sollte… :-)

„Und ich sach noch: übertreib’s nicht …“ B)

Am Mittwoch habe ich im selbständigen Teil meiner Arbeit die Tasten glühen lassen, damit ich gestern zwischen zwei Terminen ein wenig trainieren konnte.
So die Theorie…
Zunächst erschwerte natürlich der Streik der GDL mein Hinkommen. Es war ja nicht so, dass KEINE Züge nach Wuppertal fuhren, aber zu seltsamen Taktungen. Das kostete mich dann schon mal eine Dreiviertelstunde.
Aber irgendwann war ich dann doch auf dem Platz.
Zunächst ein paar Aufwärmübungen mit dem Theraband, dann wollte ich hoch zur Schießbahn.
Ach, der Gerhard (F, nicht W) kam auch gerade! Erst mal begrüßen – und ihm nochmal für die Vermittlung eines Raums für einen Theorietag und den günstigen „Kurs“ (Raummiete) danken. Gerhard wollte aber gar nicht an die Scheibe, sondern direkt in den Parcours.
Und weg waren sie, die guten Vorsätze! 😐

Ich hatte mich mental noch gar nicht auf das Schießen eingestellt. Meine 20 Schuss zum „Runterkommen“ nach dem Büro waren natürlich ebenfalls nicht erfolgt.
Das rächte sich gleich in alten Fehlern: Nervosität, fliegender Anker und hektische Schüsse. :-/

Erst an Station 4 (Krokodil) hatte ich mich einigermaßen gefangen. Nun wurden die Schüsse sauberer, aber weit entfernt von dem, was „eigentlich“ geht.
Außerdem hatte ich immer den Zeitdruck im Nacken. Ich wusste ja, dass der Parcours in meinem Zeitfenster nicht zu schaffen war! Und außerdem wollte ich doch trainieren…

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Viel zu schnell, nicht sauber geankert, aber zumindest ein schönes Kill!

Es half nichts: wenn ich noch trainieren wollte, musste ich mich „absetzen“.
Also habe ich mich an die Scheibe an der Wildschweinrotte gestellt. Nur noch drei funktionierende Pfeile, weil ich für den vierten keine Ersatznocke mehr dabei hatte.

O.k., dann sollte das wohl so sein.
Wie sagt Kollege Sebastian immer: „der Parcours ist ein Technikfresser!“
Und wie… :**:
Ich brauchte eine geschlagene halbe Stunde, um die Schüsse zumindest einigermaßen aufbauen zu können! So ganz die Ruhe fand ich nicht, denn ich musste ja wieder zurück nach Düsseldorf und kannte dank GDL die Abfahrtszeiten nicht.
Das zeigte sich darin, das ich zwar wieder in den Kontakt, aber nur selten in den Transfer/die Linie kam.

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Um dieses Bild auf die 60er Auflage auf 15m zu erhalten, musste ich lange üben…
Weil ich die immer noch nicht „mag“, habe ich sie schließlich abgehängt!

Und da war es dann:

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Da schmiegten sie sich dann auf 15m zusammen … der dritte Pfeil nur wenig daneben.
Geht doch! :yes:

So ein „verkorkster“ Tag – und doch bin ich sehr zufrieden!
Gestern habe nicht das gemacht, was ich eigentlich wollte. Eigentlich sogar genau das gemacht, was ich NICHT wollte. Aber daraus gelernt! Es hat nicht sollen sein, aber ich muss daran nicht verzweifeln. Denn ich kenne jetzt Wege, wie ich damit umgehen kann. Auch wenn es immer noch schwer ist.
Da wartet noch ganz viel Arbeit! Aber ich sehe ja, dass es vorwärts geht.

Sebastian meinte zu seinen eigenen Fortschritten:
„Dass es ein Auf und Ab ist, dessen bin ich mir bewusst. Es ist ein bisschen wie Bergwandern. Solange mir die Sonne ins Gesicht scheint, genieße ich es. Der nächste schwierige, schattige Steig kommt bestimmt. Solange man weiß, dass der Gipfel und die Sonne da sind und auf einen warten.
Um C.S. Lewis zu zitieren: ‚Höher und Höher hinauf. Immer weiter ging ihre Reise…‘ “

Hat er gut ausgedrückt, so empfinde ich das auch!
Gestern in unserer Coachinggruppe konnte ich davon erzählen und unsere Coach/Pschologin meinte (sinngemäß): „in der Entwicklungsspirale einen großen Schritt gegangen! Natürlich geht es auch wieder runter, aber nie mehr so tief wie beim letzten Mal.“
Also immer weiter gehen… :yes:

Heute Abend fahre ich zum ersten Mal nach Schiefbahn zum Außengelände. Dabei werde ich dann meinen Aufnahmeantrag abgeben. Wird also mein Zweitverein, weil die Leute nett sind und ich dann im Winter regelmäßig in der Halle trainieren kann. Zumal es auch deutlich näher zu fahren ist, wenn ich denn Zeit habe. Mit Trainer Michael komme ich gut zurecht, und es überbrückt die Zeiten, wenn der Reisende nicht in der Gegend ist. Engagieren kann ich mich dort natürlich nicht wirklich, dazu ist mir der JBC Wuppertal viel zu wichtig!!! :wave:
Zum Glück bauen die Schiefbahner gerade eine 3D-Ecke auf ihrem Gelände – haben wohl auch Blut geleckt… 😉

Ab Samstag wird es „hart“: vermutlich kann ich die nächsten sechs Tage nicht schießen, weil ich viel unterwegs bin und diverse Termine habe. Blöd… :**:
Hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt, dass mir das Bogenschießen so wichtig wird, hätte ich ihn für verrückt erklärt! ;D