Mut und Arbeit!

Heute habe ich das schöne Wetter und den freien Nachmittag genutzt!
Zuerst schön an der Scheibe trainiert, auf 15 und 20 m.

Jedesmal, wenn ich vom Büro komme, benötige ich aber erstmal einige Schuss, um runter zu kommen. So auch heute, die ersten 20 Pfeile waren nur „Geballer“… :-/

Dann kam ich aber wieder in den Ablauf.

Foto1225

„Klingeln“ tut es noch nicht, aber es „raschelt“ schon ab und zu, wenn sich die Pfeile enger gruppieren und sich dann die Federn berühren. 😉

Foto1226
Hier z.B. die zwei nahe des Golds.

Die 60er Auflage mag ich weiterhin nicht, die Streuung ist größer als wenn ich eine kleinere Auflage verwende. Das beste Trefferbild hatte ich auf 20 m… OHNE Auflage!

Mit Vereinskamerad Jonathan noch zweimal walk-up gemacht. Bis 30 m bekomme ich das noch recht gut hin, darüber hinaus ist viel Zufall dabei. Für die weiten Schüsse fehlt mir eindeutig noch das „Auge“.

Der neue Tab ist prinzipiell in Ordnung. Allerdings habe ich durch die Kante des Fingertrenners eine Druckstelle am Zeigefinger. Das ist unschön, wenn man in die Spannung gehen will und es weh tut!
Mit einem Pflaster ging es aber wieder. Ich werde die Kante des Fingertrenners wohl zurecht feilen müssen…

Später hat mein Hasenherz dann doch Mut gefasst: ich bin noch zu ein paar Zielen im Parcours gegangen! Ich habe es nicht wirklich bewusst ausgesucht, aber die Entfernungen waren alle etwa 20-25 m.

Foto1227
Immerhin schaffe ich es schon, mit viel Konzentration eine gewisse Konstanz im Trefferbild zu erzeugen.

Foto1228
Den Hirsch mit je zwei Pfeilen von zwei Abschusspunkten geschossen. Als ich dann wirklich gut in der Linie war, hat’s auch ein Kill gegeben. 😉

Den Bär habe ich als einzigen weiten Schuss (30 m?) eingebaut. 1 Pfeil nicht weit oberhalb der Killzone als Körpertreffer – passt! 😉

Foto1229
Schuss wirklich in Ruhe aufgebaut: Erster im Kill!

Foto1230
„Spickbraten“, die Sau musste als Übungsziel herhalten. Hier habe ich dann gemerkt, dass die über zwei Stunden Training wirklich genug waren. Wie man sieht, sind viele Pfeile nach links abgedriftet, sprich ich war nicht mehr in der Linie. Aber mit viel Konzentration dann doch noch das Kill erwischt.

Und ich konnte noch einem weiteren Vereinskameraden die Veränderung im Auszug zeigen. Frank meinte, ich hätte aber die Bogenschulter zu hoch. Das konnte gut sein, hab’s es nicht gespürt. Aber nach über zwei Stunden ist das vielleicht dann doch ein Zeichen von Überlastung? Muss ich also besser darauf achten.

Da ich gestern meinen Schussablauf neu aufgeschrieben bzw. die Tabelle neu sortiert habe, weiß ich nun, dass meine größte Baustelle der „Transfer“ ist.
Mit der neuen Technik komme ich zwar in den Kontakt, aber der Linienaufbau ist noch zu schludrig. Manchmal sind es nur Sekundenbruchteile, die ich aber sofort am Trefferbild erkenne. Da braucht es noch viel mehr Ruhe und Konzentration. :yes:

Aber ich bin sehr froh, dass ich überhaupt wieder schießen und reflektieren kann. Auch wenn es immer noch etwas Mut braucht.
Insofern war es auch heute ein erfolgreicher Tag für mich – und das freut mich sehr!

Und jetzt schnell zur Wassergymnastik! :wave: