Hallen- und Schneetraining

Gestern war ich mal wieder beim TV Schiefbahn in der Halle zu Gast. Abteilungsleiterin Monika achtet sehr darauf, dass die Anzahl von 30 Schützen nicht überschritten wird. Ich hatte Glück, war Nr. 30 und durfte somit doch mitspielen!

Nach den Auswertungen meiner Videos wusste ich nun, wo ich ansetzen musste. Ich habe mich bemüht, wirklich jedesmal im Anker zwei Sekunden zu zählen – und somit die Linie ausrichten zu können. Das hat dann auch deutlich besser geklappt!
Trainer Michael hat die Aufsicht (vor zwei Wochen war er leider aus terminlichen Gründen nur zum Aufschließen der Halle da, wir haben uns aber bereits kennen gelernt), gibt die Kommandos und kommt während der zwei Stunden zu allen Schützen.
Er hat mich ein paar Schüsse beobachtet und wir haben dann ein wenig geplaudert. So weiß er nun, dass ich mit zwei Trainern arbeite, wobei Jens für das instinktive Schießen und CC für die Technik steht. Und er hatte ich sich schon gewundert, dass ich nach 10 Monaten schon so „ordentlich“ schieße… (Hurra, ich habe DOCH schon was gelernt! :yes: ) Er meinte gleich, dass er da nicht reinreden möchte, aber er gab mir (nachdem ich gesagt habe, dass ich das gut selektieren kann) einen guten Hinweis: ich hatte mir angewöhnt, die Zughand von unten in den Anker zu führen. Dadurch halte ich aber den Bogenarm zu tief, und das kann beim Linienaufbau hinderlich sein. Es ist auch einfacher, die Zughand gerade nach hinten zu ziehen! Hatte ich mir vermutlich angewöhnt, weil ich anfangs mit dem Sniper immer zu hoch geschossen habe… :>>
Das habe ich dann ausprobiert und mir sind ein paar gute Gruppen gelungen (im Rahmen meiner Möglichkeiten). Das hat auch Trainingskollege Thomas gesehen und war tatsächlich ein wenig neidisch -denn bei ihm ist es gestern nicht so recht gelaufen. Ich glaube (und Stefan hat das bestätigt), dass Thomas einfach zuviel macht, weil er derzeit so viele Turniere schießt…

So war ich mit dem gestrigen Training sehr zufrieden, dieser kleine Hinweis hat mich wieder weitergebracht! Abgesehen davon, dass ich das von CC längst auch schon so verinnerlicht haben müsste. 🙂 Aber so ist es eben: arbeitet man an einer Baustelle, kommt bei anderen Aspekten wieder der Schlendrian… :>

Da am Sonntag der Geburtstag meiner Mutter mit einem Essen im Familienkreis ansteht, war ich heute nochmal auf dem Gelände. Stephan hat den Reiterbogen wieder gegen den Recurve getauscht, und wir haben ein wenig an der Scheibe trainiert. Ich musste wieder sehr an mir arbeiten, damit ich in die Linie gehe und ausreichend lange ankere. Aber da wir beide nicht soviel gequatscht haben und ich mich daher konzentrieren konnte, wurde es dann wieder besser!
Es ist bei mir einfach eine Sache der Achtsamkeit, der Selbstdisziplin und der Konzentration. Und das spiegelt mein Sniper sehr gut wieder!

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Die Reste eines 40er Spots haben wir als Walk-Up auf 10 und 15 m geschossen.

Auch mit diesem Training war ich zufrieden, und so kann ich mich nun beruhigt der Familienfeier widmen. 😛