Training – im Bunker und zuhause!

Freitag und Samstag war der Reisende wieder hier – also war Training im „Bunker“! Der Bunker ist tatsächlich ein solcher: ein Hochbunker in Düsseldorf, in dem die Betriebssportgemeinschaft der Stadtwerke Düsseldorf eine Schießanlage eingebaut hat. Der Schießstand ist für Groß- und Kleinkaliber ausgelegt, aber auch Bogenschützen können die Anlage nutzen. CC kann den Schießstand für unsere Trainingsgruppe mieten. So sind wir wetterunabhängig, und für mich ist der Bunker praktisch zu erreichen.

Am Freitag hatte ich nun das erste Mal meinen Sniper mit. Ja, das ist schon eine Umstellung!
So werde ich den Bogen wohl dauerhaft etwas nach links verkanten müssen, da ich sonst mit meinem dominanten Auge das Ziel nicht sehe! Der Griff ist ja deutlich breiter als beim Langbogen und ich kann nur manchmal durch das Bogenfenster schauen. So ganz habe ich das noch nicht raus. Ansonsten macht der Recurve auch im konzentrierten Training Spaß – ich sehe, wenn es läuft und wenn es nicht läuft. Der Sniper sagt mir genau, wo es hakt… 😉 Der Linienaufbau ist noch schwer, da machen mir die zusätzlichen 5 lbs zu schaffen. Es kann sogar passieren, dass ich ins Hohlkreuz gehe oder schief stehe. Zum Glück werde ich im Training ja korrigiert, denn ich „merke“ den Schiefstand nicht – wundere mich nur, dass ich im rechten Kniegelenk einen anderen Winkel habe als im rechten und das Trefferbild schlecht ist. Außerdem verspanne ich den rechten gluteus max. (Profan: den großen Pobackenmuskel), das Thema hatte ich aber auch schon beim Langbogen, wenn ich lange an der Scheibe stehe. Darüber muss ich in zwei Wochen mit der Osteopathin sprechen, ich vermute nämlich, dass ich generell schief stehe. Da wartet noch Arbeit!
Das merkte ich vor allem gestern! Aber statt mehr Pausen zu machen, habe ich versucht weiter zu powern. Das lief nicht wirklich gut. Ich sagte mir immer „das muss doch gehen“. Tat es aber nicht, ich muss einfach besser auf meinen Körper hören! Erst gegen Ende der Trainingseinheit wurde es wieder besser. Abends hatte ich dann wirklich Probleme: die rechte Schulter und das reche Bein taten weh (Rechtshandschützen bitte umdenken! :. ). Das Pushen des Bogenarms muss ich sowieso noch mehr üben…
CC hat schon recht: ich muss die Erfahrung machen, besser auf mich acht zu geben. Es nützt ja nichts, wenn er mich im Training „bremst“, denn dann lerne ich es nicht…

Schade, dass CC nicht öfter hier ist, das Training ist immer toll und man nimmt nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist viel mit!

Letzte Woche war ich zum Vorgespräch bei einer Osteopathin. Ich habe bislang gute Erfahrungen mit dieser ganzheitlichen Behandlungsmethode gemacht, und möchte wieder davon profitieren. Zum Glück bezuschusst meine Krankenkasse bis zu sechs Behandlungen pro Jahr. 😉
Leider musste ich den Behandler wechseln, weil „mein“ Osteopath nicht mehr in der Praxis arbeitet und ich nicht weiß, wo es ihn hin verschlagen hat. Aber ich hatte noch einen Kontakt aus 2003, den ich reaktivieren konnte. Frau Kunze macht das wirklich gut, und so bin ich froh, nach fast 12 Jahren wieder bei ihr in Behandlung zu sein.
Außerdem werde ich nun häufiger das Angebot im Betriebssport-Fitnessstudio nutzen, in dem wir mittwochs kostenlos Massagen erhalten können. Ist ein gutes Gefühl, mal was für sich selbst zu tun und nicht nur von Termin zu Termin zu hetzen! Im Moment habe ich diese Freiheiten, fahre bei gutem Wetter auch mal nachmittags zum Parcours… :yes:

Bei dem schönen Winterwetter war ich heute eine Weile auf dem Gelände. Einfach ein wenig bewegen und ein paar Pfeile fliegen lassen, um die Muskulatur zu lockern. Das hat auch ganz gut funktioniert, ich fühle mich jetzt deutlich entspannter, die Schmerzen sind fast weg und sogar mit dem Treffen hat es geklappt!

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Alle drei Ziele auf ca. 20 m mit dem ersten Pfeil getroffen!

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„Coyote Ugly“ -alle ins Kill! 😀

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Vergangene Woche habe ich mir einen Würfel mit Backstop zugelegt. So kann ich nun auch zuhause üben. Ich kann auf fünf bis max. sieben m vom Schlafzimmer in den Flur schießen. Allerdings traue ich mich das noch nicht mit dem Sniper, der hat doch deutlich mehr „wumms“ als der Langbogen.
Im Spiegel des Kleiderschranks kann ich z.B. sehen, wo meine Schultern sind. Auch auf eine gerade Wirbelsäule muss ich achten.
Wichtig ist mir vor allem, einfach zwischendurch mal ein paar Pfeile zu werfen – wenn ich beispielsweise keine Zeit habe zum Platz zu fahren.

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Die Katze wurde vor dem Schießen natürlich entfernt. :))

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Heute habe ich versucht, Videos vom Schussablauf zu machen. Gar nicht so einfach! Ich muss mir gewissermaßen aussuchen, was ich filmen will: Schultern, Anker, Stand, Linie… weil in der Wohnung der Platz natürlich „endlich“ ist. In den Spiegel filmen funktioniert, aber wegen der Schranktüren ist die Spiegelfläche unterbrochen. Trotzdem konnte ich etwas erkennen: die Schultern waren gut, in die Linie komme ich mit dem Langbogen gut, aber der Release ist dürftig. :-/
Trotzdem habe ich mit entsprechender Konzentration zweimal sehr schöne Gruppen geschafft.
Das Lernen hört eben nie auf! Hat man eine Sache verinnerlicht, kommen gleich drei neue Baustellen… 😛

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Wie man das Training effektiver macht und sich selbst motiviert

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You’re never a loser until you quit trying! :wave:
Mike Ditka

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Diesen einfachen Schießsack finde ich eine gute Idee!

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Mit Stand heute hatte mein Blog bereits 360 Besuche!
Freut mich, dass euch mein Blog gefällt – und Geschichten gibt es genug. So habe ich bereits mehrere Beiträge vorbereitet, die nach und nach gepostet werden, zwischen den aktuellen Erlebnissen.
Herzlichen Dank für euer Interesse! :wave:

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