Ausgleichssport

Bogenschießen kann den Körper einseitig belasten… was macht ihr dagegen?

Es gibt ja Leute, die links und rechts schießen können. Prinzipiell könnte ich das als Beidhänder ebenfalls, weil ich die Koordination dazu hätte. Allerdings klappt es mit meinem rechten Auge nicht, das im Regelfall „abgeschaltet“ ist. 😐

Ich muss schon viele Jahre in die „Muckibude“, da ich mehrere kaputte Bandscheiben habe. Eigentlich mache ich das Krafttraining nicht gern, es ist gefühlsmäßig eher so, als ob ich zweimal die Woche zum Zahnarzt müsse… :-/
In der Reha habe ich zwei Erkenntnisse gewonnen:
1. man sollte den Sport machen, der einem Spaß macht!
2. meine Schulterpartie war trotz 11 Jahren Krafttraining unterentwickelt.
Ja, viele Jahre habe ich mich hauptsächlich auf den unteren Rücken konzentriert. Gehe ich also heute an die Geräte, beziehe ich auch die Schultermuskulatur mit ein.

In der Reha hatte nach Jahren endlich mal wieder die Möglichkeit, Wassergymnastik (oder neudeutsch „Aquafitness“) zu machen. Das machte mir schon immer Spaß, aber nachdem die Kurse bei mir im Haus eingestellt wurden, war es mir zu umständlich, abends extra in den Nachbarort fahren zu müssen. Getreu Punkt 1 habe ich mich nun nochmal umgehört und werde ab Februar im Hallenbad unseres Ortsteils zur Wassergymnastik gehen.
Dadurch kann ich das Gerätetraining auf einmal die Woche reduzieren. 😉

Ebenfalls in der Reha habe ich „therapeutisches Klettern“ kennen gelernt! Dabei macht man an einer lediglich 2,50 hohen Kletterwand verschiedene Übungen zum Muskelaufbau und zur Koordination („Bouldern“). Das hat mir ebenfalls gut gefallen! Aber zuhause habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, dies fortzusetzen.

Stephan, ein Vereinskamerad, hat als Ausgleich mit Tai Chi angefangen. Es macht ihm viel Spaß und schult neben dem Körper auch den Geist.

Vermutlich würde auch Yoga oder Feldenkrais sinnvoll sein, dazu fehlt mir persönlich aber der Zugang.

Im Trainingslager hat „der Reisende“ uns verschiedene Übungen mit dem Theraband gezeigt. Der große Vorteil: dazu muss man nicht aus dem Haus und ein paar Minuten Training pro Tag sind schon sehr wertvoll. Auch in der Reha haben wir mit dem „Terrorband“ (© CC) geübt.

Ebenfalls zuhause gut zu machen:

Wichtig ist nur es auch zu tun! ;D

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Gestern konnte ich das erste Mal beim TV Schiefbahn in der Halle trainieren. Der Kontakt kam durch Thomas zusammen, der ebenfalls bei CC trainiert. Sehr praktisch: die Halle liegt gerade mal 15 km entfernt, und man muss nicht Vereinsmitglied werden. Für ein „Scheibengeld“ von 2,50 EUR kann man mitspielen. Solange das Wetter weiter so „zickt“, werde ich dieses Angebot sicher ab und zu nutzen!
Allerdings haben Vereinsmitglieder Vorrang: ist es voll, könnte ich nicht mitspielen. Verständlich, aber möchte ich wirklich in noch einen Verein???
Die Leute waren nett und haben mich auch vorurteilsfrei aufgenommen! Und die Halle ist so groß, dass wirklich viele Schützen trainieren können.

Leider habe ich gestern meinen Fehlern 100 Minuten hinterher geschossen… :-/ Mein Sniper spiegelt mich scheinbar nicht nur im Guten.
Eigentlich möchte ich ja beim Bogenschießen abschalten! Das scheint aber nicht gut zu funktionieren, wenn andere Themen noch in mir rumoren. So war es vielleicht eine schlechte Idee, nach einem gestrigen letzten Verhandlungsmarathon und der Vertragsunterzeichnung, der das berufliche Schicksal meiner Kollegen (und natürlich auch meins…) besiegelt hat, zum Training zu gehen. Statt den Kopf frei zu bekommen, habe ich so einen Murks geschossen, dass es wirklich keine Freude war. Alte Fehler traten wieder auf. Ich habe keine ordentliche Linie aufbauen können, weil mir die Kraft fehlte, und habe -statt achtsam zu ankern- die Pfeile nur „rausgehauen“. Die Scheibenauflage habe ich frustriert nach kurzer Zeit wieder abgenommen. Eine Zeitlang habe ich ohne Auflage geschossen und habe dann den „Bierdeckel“ von Thomas übernommen. Mit dem Tab kam ich gestern gar nicht zurecht, erst mit dem Handschuh hatte ich wieder ein Gefühl an der Sehne. Dann habe ich den Bierdeckel sogar ein paar Mal getroffen, aber ich war weit entfernt von einem einigermaßen konstanten Schießen. Es war, als ob meine Zughand und die Pfeile ein Eigenleben gehabt hätten, ich konnte nichts steuern, die Pfeile sind ohne Sinn und Verstand geflogen. Und ich konnte keinerlei Disziplin aufbringen, mehr Ruhe in den Schussablauf zu bekommen. :no:

Heute morgen auf dem Platz war es dann schon etwas besser. Nachdem ich gestern die Pfeile ja nur abgefeuert habe, konnte ich heute den Schussablauf schon wieder besser steuern. Zufrieden war ich trotzdem nicht. Auch im Parcours lief es anfangs nicht gut, aber dort fand ich nach und nach wieder mehr Ruhe. Ich konnte dann auch wieder auf den Tab umstellen. Nachmittags an der Scheibe habe ich mich dann wohl wieder einigermaßen „gefangen“ – ich konnte wieder bewusst ankern und die Linie aufbauen. Daher wurde es auf 15 m auch wieder deutlich besser.

Foto1022

Aber es gibt noch und wieder viel zu tun! Daher bin ich froh, dass kommende Woche wieder Training bei CC ist.

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